_ENTWURFSBESCHREIBUNG:

 

Die Bebauung des Grundstückes Altenessen-Süd Karree zeichnet sich durch eine geschlossene Bauweise sowohl zur Altenessener Straße als auch zur Lierfeldstraße aus. Durch die drei- bis viergeschossige geschlossene Bauweise wird der Straßenraum zur Altenessener Straße städtebaulich gefasst und in seiner Wirkung als südliches Eingangstor nach Altenessen gestärkt.

Die Planung sieht im Erdgeschoss ausschließlich Flächen für den Einzelhandel vor. Geplant wurden hier ein Vollsortimenter sowie eine Drogerie und ein Discounter. Die Freiflächen im Erdgeschoss dienen als Parkplatz sowie als Grünflächen. Weiterhin wurde die vorhandene Platane in die Planung integriert.

Oberhalb der Einzelhandelsflächen befindet sich ein Parkdeck mit zusätzlichen Stellplätzen. Des Weiteren ist im östlichen Teil des Grundstückes, an dem ein Grüngürtel und die Berne anschließt, oberhalb des Vollsortimenters eine 3-geschossige Wohnbebauung für Studenten geplant. Durch die Anordnung des Wohnblockes erhält die Bebauung auf dem Grundstück den Charakter einer Blockbebauung und bildet so eine geschlossene Einheit.

Oberhalb des Parkdecks an der Ecke Altenessener Straße/ Lierfeldstraße ist eine ein- bis zweigeschossige Kindertagesstätte geplant, die von den Studenten als auch von den Anwohnern des Viertels genutzt werden kann. Die Bebauung erhält an diesem Punkt eine Akzentuierung durch die besondere farbliche Gestaltung der Kita-Würfel. Ein Verbindungsgang aus Glas sorgt für den notwendigen Witterungsschutz.

Die Erschließung des Grundstücks erfolgt sowohl über die Altenessener Straße als auch über die Lierfeldstraße. Das Erschließungs- und Parkkonzept für die geplante Bebauung und deren Nutzungen ist so konzipiert, dass die im Erdgeschoss zur Verfügung stehenden Stellplätze vorwiegend für die Kunden der Einzelhandelsgeschäfte sind. Über eine zur Bahnlinie hin orientierte Rampe gelangt man auf das Parkdeck oberhalb der Einzelhandelsflächen. Die Wohnbebauung soll in erster Linie über das Parkdeck erschlossen werden, da sich hier auch der Haupteingangsbereich befindet. Die Stellplätze für das Studentenwohnheim sollen hauptsächlich auf dem Parkdeck untergebracht werden. Die Kita kann sowohl über das Parkdeck als auch über die Altenessener Straße erreicht werden. So ist eine fußläufige Erschließung und Einbindung der Kindertagesstätte in das Viertel als auch eine mit dem PKW mögliche Anfahrt gewährleistet. Weiterhin ist zu erwähnen, dass das Parkdeck von der Altenessener Straße nicht einsehbar ist. Vielmehr wurde es gestalterisch in den Baukörper integriert und in Richtung des Parkplatzes geöffnet. Die Verbindungsbrücke des Parkdecks oberhalb des Vollsortimenters zum Parkdeck oberhalb des Disounters/Drogeriemarktes bildet ein weiteres architektonisches Highlight.

Bei der Materialwahl wurde Wert auf Nachhaltigkeit gelegt, sodass für die Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss die Wahl auf einen dunklen Verblender gefallen ist. Dieser ist unempfindlich gegen Schmutz und somit ideal als Fassadengestaltung zur stark befahrenen Altenessener Straße. Außerdem findet sich ein Material wieder, das neben der Nachhaltigkeit einen optischen Bezug zur Zeche Zollverein und somit eine Verbundenheit mit der Stadt Essen schafft. Hierbei galt es ein eigenständiges Fassadenkonzept zu entwickeln, das im Ansatz den Charme des Weltkulturerbes wiederfindet. Die Eingangsbereiche der Einzelhandelsgeschäfte werden durch eine besondere Form- und Farbgebung betont. Der Wohnblock erhält als Pendant zum dunklen Verblendstein eine Fassade aus einem hellen Verblender, dessen unterschiedliche Formatgrößen einen besonders lebendigen Charakter ausdrücken. Bei der Wahl dieses Gestaltungsmittels wurde der Fokus auf die junge und dynamische Lebensweise der Studenten gesetzt. Der helle Verblender wird durch die farblich betonten Sonnenschutzvorrichtungen nochmal akzentuiert. Einzelne Farben des außenliegenden Sonnenschutzes wiederholen sich in der Fassadengestaltung der Kita, um eine Verbindung der einzelnen Gebäudekörper zu schaffen. Durch die Erweiterung der Farbauswahl erhält die Kita ein kindgerechtes Design. Hier soll eine bunte Fassade aus HPL-Platten zum Einsatz kommen. Mittels Farbenspiel sollen Spaß, Lebendigkeit und die Aktivität von Kindern zum Ausdruck kommen. Verstärkt wird dieser Bezug durch die Formgebung der beiden kubischen Baukörper, die sich wie Bausteine in die Umgebung einfügen und das Konzept abrunden.